Der sogenannte Magenbypass stellt die zweithäufigste Operation der Adipositaschirugie dar. Durch den Eingriff wird die Nahrungsaufnahme und die Resorption von Nährstoffen eingeschränkt. Bei einem Magenbypass wird der Magen verkleinert und die unteren Darmschlingen werden mit dem kleinen Restmagen verbunden. Die Überbrückung von Teilen des Darms führt zu der deutlich reduzierten Resorption, da die aufgenommene Nahrung direkt von der Speiseröhre über den sehr kleinen Restmagen in den Dünndarm übergeht. Infolge
dieser Abkürzung wird zusätzlich zum reduzierten Nahrungsvolumen auch erreicht, dass weniger Energie aus der Nahrung aufgenommen wird.
Für wen ist eine Magenbypass Geeignet und wie wird sie Durchgeführt?
Ein Magenbypass ist vor allem für Adipositas Betroffene geeignet, die einen sehr hohen BMI (über 40) aufweisen und besonders wenn bei anderen vorangegangene Verfahren der gewünscht Erfolg ausgeblieben ist. Im Bezug auf die Dauer und den Gewichtsverlust erzielt das Verfahren eine höhere Erfolgsrate als andere Methoden zur Magenverkleinerung und kann zudem beim Vorliegen einer insulinpflichtigen Diabest Mellitus Erkrankung einen positiven Einfluss auf dessen Heilung haben. Allerdings resultiert aus diesem Verfahren die Notwendigkeit einer lebenslangen Vitamin-, Proteinund
Mineralieneinnahme, sowie zu einer Veränderung der Darmanatomie, die kaum mehr rückgängig zu machen ist.